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2016 - «Drummeli» @ basellandschaftlichezeitung.ch

Montag, 08 Februar 2016
Benjamin Wieland
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Hört auf mit der Drummeli-Polemik!

Der neue Drummeli-Regisseur Laurent Gröflin hat es gewagt, dieses neu zu interpretieren. Er hat damit den Zorn von selbst ernannten Hütern der echten und einzig wahren Basler (Vor-)Fasnacht auf sich gezogen.

Es blieb nicht bei Buhrufen während der Premiere und den vernichtenden Bewertungen danach. Es wurde auch an der Gesinnung von Gröflin und Comité-Obmann Christoph Bürgin gezweifelt. So sagte -minu auf «Telebasel», er würde gerne von Gröflin und Bürgin wissen, «welchen Bezug sie eigentlich zur Fasnacht haben.»

Damit man mich richtig versteht: Ich habe das diesjährige Drummeli nicht gesehen. Gut möglich, dass auch ich die Raamestiggli «platt» (so urteilten wir) und «zum Gähnen» (Basler Zeitung) gehalten hätte – oder schlicht «e grosse Seich» (-minu). Diese Einschätzungen sind völlig OK. Aber das Risiko des Scheiterns birgt Kultur in sich. Immer besteht die Gefahr, dass ein Konzept nicht funktioniert, die Botschaft nicht ankommt, die Witze nicht ziehen. Doch das darf nicht dazu führen, dass sich niemand mehr getraut, Neues zu wagen.

Genau das droht der Basler Fasnacht – gerade nach der Tracht verbale Prügel fürs Drummeli-Team. So wird die Fasnacht noch mehr als etwas behandelt, das unantastbar ist. Man könnte sie ins Museum stellen, mit Schild davor: «Berühren verboten!». Bis sich der Letzte gelangweilt von ihr abgewandt hat. Das fände ich schade.

Ach ja: Dass man sich das Drummeli nicht antun sollte, hiess es schon in meiner Jugend. Und das ist noch nicht so lange her.

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