Maria Stuarda

am Donnerstag, 01 Januar 1998. in Theater

Statist am Theater Basel (1998)

Maria Stuarda

«En ma fin est mon commencement.» Mary Stuart

GAËTANO DONIZETTI

Tragedia lirica in due parti

Libretto von Giuseppe Bardari nach Friedrich Schiller

Maria Stuarda

Zum Stück

«In meinem Ende ist mein Anbeginn»: In der Geschichte der rollenden Köpfe erlangte das Haupt Maria Stuarts traurige Berühmtheit - als erste Königin, die durch das Beil entmachtet wurde, auf Befehl ihrer britischen Konkurrentin Elisabeth I. Ein historischer Stoff wie geschaffen für die Bühne. So schrieb u. a. Friedrich Schiller das Trauerspiel «Maria Stuarda» (UA 1880), in dem er den Charakter Maria Stuarts zu Ungunsten ihrer Feindin Elisabeth idealisierte. Auch Gaëtano Donizetti faszinierte das Feindesdrama zweier Herrscherinnen und komponierte die tragische Oper «Maria Stuarda». Im gleichen Jahr 1835 uraufgeführt, fristet «Maria Stuarda» merkwürdigerweise neben der viel berühmteren «Lucia die Lammermoor» ein Schattendasein. Zu Unrecht. Ein knappes Jahr vor «Lucia» komponiert, erweist sich Donizetti bereits hier als Melodiker auf der Höhe der italienische Romantik. Neben Walter Scotts Geschichtsromantizismus und Victor Hugos Schauerromantik war der Einfluss des deutschen Dichters entscheidend für die Herausbildung eines romantischen Musiktheaters in Italien. In der Oper wird Schillers Problemkreis auf die Auseinandersetzung zwischen den Königinnen verkürzt. Der bereits opernhafte Ausgang des Trauerspiels mit der Beichte Marias und ihrem Abschied vom Leben wird von Donizetti musiktheatralisch erweitert: Die Begegnung beider Königinnen in Schloss Fotheringhay legte Donizetti als eine Art «Count down» seiner Primadonnen an, beginnend mit einem Sextett, aus dem sich die beiden Protagonistinnen herausschälen um sich in den tödlichen Duett-Konflikt zwischen Elisabeth und Maria zu steigern. Das Finale: Elisabeth, Vertreterin der Macht-Realität, fällt aus der Handlung. Leicester und Talbot müssen der Hinrichtung beiwohnen. Maria wird als Büsserin für ihren Versuch der sinnlichen Selbstbestimmung zu einer Heiligen stilisiert. In ihrem «Gebet» und dem vom Komponisten als «Hinrichtungsarie» bezeichneten Finalgesang nimmt sie Abschied vom Leben.

(Quelle: Programm Saison 98/99 herausgegeben vom Theater Basel)

Der Cast

Elisabetta Jennifer Rhys-Davies
Maria Stuarda Sonia Theodoridou
Roberto, Conte di Leicester Octavio Arévalo
Giorgio Talbot, Conte di Shrewsbury Martin Snell
Lord Guglielmo Cecil Shigeo Ishino
Anna Kennedy Ulrika Precht
Musikalische Leitung David Parry
Regie Tim Hopkins
Bühne und Kostüme Nigel Lowery
Chor Henryk Polus
   
Chor des Theater Basel  
Statisten des Theater Basel u.v.a. Skelt!
Sinfonieorchester des Theater Basel  

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