Hat «Samplefieber» produziert: Der Bennauer Alex van Boeghem in seinem Tonstudio. Bild Kilian Küttel

2012 - «Samplefieber» @ Schwyzkultur.ch

Mittwoch, 14 November 2012
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Schwyzer macht Album mit Black Tiger

Lange war von der Schwyzer Hip-Hop-Szene nicht viel zu hören, doch sie existiert auch in der Region. Den aktuellen Beweis dafür liefert der Bennauer Alex van Boeghem.

BENNAU – Alex van Boeghem ist 34 Jahre alt, Familienvater und passionierter Musiker. Seit rund 30 Jahren beschäftigt er sich mit Musik, und er sagt selber: «Musik ist meine Leidenschaft.» Bei einem Rundgang durch die Wohnung der Familie wird einem sofort klar, dass Musik in diesem Haushalt eine grosse Rolle spielt. Zahlreiche Gitarren hängen von den Wänden, und van Boeghem hat sich in der Wohnung ein eigenes Studio eingerichtet. Seine Leidenschaft kommt aber besonders in seinem aktuellen Projekt zur Geltung: Der Bennauer hat ein eigenes Hip-Hop-Album produziert. Das Werk heisst «Samplefieber», enthält 13 Songs, und zahlreiche namhafte Schweizer Rapper haben daran mitgearbeitet.

Von Black Tiger zu Spoomann

Der bekannteste Name auf dem Album lautet wohl Black Tiger. Er ist bekannt als «Mr. Mundart-Rap himself», denn der Basler war der erste Musiker, der im Jahr 1991 einen Mundarttitel veröffentlicht hat. Dies geschah unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Rapper Skelt!, der ebenfalls auf dem Album zu hören ist. Neben diesen beiden hat auch der Bündner Rapper Spooman seine Finger mit im Spiel – von ihm stammt der Titel «Babylon». Zu diesem Song wurde auch ein Video gedreht, und wie van Boeghem mit einem Schmunzeln erklärt, sei dies an einem ganz besonderen Ort entstanden: «Das Video haben wir an einem Sonntag in meiner Garage gedreht. Angefangen haben wir um 06.30 Uhr, und die Nachbarn haben sich gefragt, was die denn so früh schon machen.»

«Ich gebe euch die Instrumentals»

Van Boeghem hat für die Songs die Instumentals zur Verfügung gestellt, den Rappern aber freigestellt, welche Texte sie schreiben wollen – also ganz nach dem Motto «Ich gebe euch die Instrumentals, und jetzt macht mal etwas ». Dies ist laut van Boeghem auch die Erklärung, wieso der Sampler keine eigentliche Botschaft vermittelt. «Es ist eine Arbeit von allen zusammen. Jeder von den Rappern ist ein eigener Charakter und hat seinen eigenen Stil. Das macht die Scheibe zu etwas Besonderem.» Doch wie kommt man als Schwyzer eigentlich zu Kontakten in der nationalen Rap-Szene? «Ich kenne einige von den Rappern schon lange, beispielsweise Spooman. Viel von der Kommunikation ist über soziale Netzwerke abgelaufen, und an verschiedenen Konzerten habe ich die Bekanntschaften geschlossen», führt van Boeghem aus.

Zweiter Schwyzer mit dabei

DNebst Alex van Boeghem ist mit dem in Rothenthurm wohnhaften Unteriberger Stefan Vögtli auch noch ein zweiter Schwyzer am Album beteiligt. Er hat als DJ mitgewirkt. Die weiteren Pläne mit «Samplefieber» sind klar: Van Boeghem hat bereits «einige Pakete an diverse Radiosender verschickt», und er hofft, dass die Songs gespielt werden. «Bald habe ich einen Interviewtermin bei einem Aargauer Sender. Von den anderen habe ich noch keine Antwort erhalten», sagt der Bennauer. Ein Konzert ist indes aber nicht in Planung. Der Produzent dazu: «Wir haben uns natürlich überlegt, ein Konzert zu organisieren.Weil aber so viele Leute mitgearbeitet haben, die alle aus anderen Regionen stammen, dürfte es schwierig sein, ein Datum zu finden, an dem alle dabei sein können.»

Bote der Urschweiz

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